+++ Bittere 3:2 Niederlage im Derby beim TSV Baierbach – A-Jugend siegt im Derby gegen SG Neufraunhofen 1:0 +++

Trotz 2:1 Halbzeitführung reichte es auch in Baierbach nicht für Punkte für die Vilstallöwen. Im Derby unterlag man schließlich mit 2:3. – Foto: Thomas Martner
Der FC Velden-Eberspoint steckt nach acht Spieltagen weiter in einer schwierigen Phase. Beim TSV Baierbach kassierten die Vilstallöwen trotz zwischenzeitlicher 2:1-Führung eine 2:3-Niederlage und verpassten damit erneut die Möglichkeit, den erhofften Befreiungsschlag zu landen. Der bisherige Saisonverlauf liegt dabei deutlich hinter den Erwartungen: Nach inzwischen acht Pflichtspielen steht lediglich ein Sieg zu Buche.
Dabei hätte die Partie in Baierbach kaum schlechter beginnen können. Bereits in der 2. Minute bot sich dem FCVE die hundertprozentige Chance zur Führung, doch die Möglichkeit wurde zu zweit vor dem Baierbacher Schlussmann vergeben. Stattdessen brachte sich der FCVE durch einen Fehlpass im Aufbauspiel selbst in Bedrängnis und geriet mit 0:1 in Rückstand.
Die Vilstallöwen ließen sich davon zunächst nicht aus der Ruhe bringen und drehten die Partie noch vor der Pause. Florian Hagenberger sorgte für den Ausgleich, ehe Josua Rusch einen Elfmeter zur 2:1-Führung verwandelte. Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen.
Doch nach dem Seitenwechsel verschlief der FCVE die Anfangsphase komplett. Erneut waren es individuelle Fehler, die den Gastgeber zum Toreschießen einluden. Baierbach nutzte die Nachlässigkeiten konsequent und drehte die Partie erneut. Am Ende reichte dem TSV ein äußerst überschaubarer Aufwand, um mit einem 3:2 als Sieger vom Platz zu gehen.
Damit setzt sich für den FC Velden-Eberspoint ein Saisonverlauf fort, der so im Verein sicherlich niemand erwartet hatte. Nur ein Sieg aus acht Pflichtspielen steht bislang zu Buche – entsprechend groß ist die Sehnsucht nach dem Moment, in dem endlich der viel zitierte „Bock umgestoßen“ wird. Die Mannschaft wartet weiterhin auf das Erfolgserlebnis, das eine Wende einleiten könnte.
Trainer Andreas Kirschner sieht die Ursachen vor allem in der fehlenden defensiven Stabilität. „Nach 8 Spieltagen spricht die Tabelle durchaus eine erste Sprache und wenn man defensiv so blauäugig und fehlerhaft verteidigt, dann steht man erstmal zurecht da hinten drin“, nimmt der Coach kein Blatt vor den Mund. Auch die Chancenverwertung bereitet Sorgen. „Eine ganz abgedroschene Phrase hat sich bewahrheitet: Wer seine Chancen vorne nicht nutzt, wird am Ende bestraft! Gleich in der 2. Minute haben wir die 100%ige Chance auf dem Fuß und scheitern zu zweit vorm Torhüter“, blickt Kirschner auf die frühe Möglichkeit zurück.
Dass der FCVE trotz der aktuellen Situation nicht aufgeben will, macht der Trainer gleichzeitig deutlich: „Die negativen Phasen konnten wir in der Vergangenheit auch immer meistern – so werden wir es auch dieses Mal gemeinsam mit großem Teamgeist und harter Arbeit tun.“ Der Blick richtet sich deshalb bereits nach vorne. Am Freitag wartet im Heim-Derby die nächste Chance, den Bock endlich umzustoßen und den bislang enttäuschenden Saisonverlauf in eine andere Richtung zu lenken. Kirschner kündigt an: „Anfangen werden wir damit dann gleich im kommenden Heim-Derby am Freitag!“
Grund zur Freude gab es dagegen bei der A-Jugend: Im Derby gegen die SG Neufraunhofen erwischten die Vilstallöwen beim Pokalspiel einen Traumstart: Bereits nach drei Minuten brachte Alejandro Ramos Prösl den FCVE mit 1:0 in Führung. In der Folge verpassten es die Gastgeber allerdings, den Sack vorzeitig zuzumachen. Mehrfach boten sich Möglichkeiten, die Partie frühzeitig zu entscheiden. Auf der anderen Seite ließ die FCVE-Defensive über die kompletten 90 Minuten keinerlei Torschuss der SG Neufraunhofen zu und verteidigte die knappe Führung konsequent bis zum Schlusspfiff.
Trainer Andreas Gründl zeigte sich entsprechend zufrieden: „Ein verdienter Derbysieg! Wir müssen das Ding aber eigentlich 2:0 oder 3:0 heimfahren.“ Der Sieg soll nun gleichzeitig Rückenwind für den Saisonstart geben: „Mit dem Sieg im Rücken können wir jetzt mit breiter Brust in die Saison am Wochenende starten.“