+++ Individuelle Fehler der Vilstallöwen bringen Simbach auf die Siegerstraße +++

Trotz einer guten spielerischen Leistung reichte es am Freitagabend nicht für Zählbares gegen ein kaltschnäuziges Simbach. – Foto: Thomas Martner
Der FC Velden-Eberspoint ist trotz einer über weite Strecken überzeugenden Leistung ohne Punkte in die neue Kreisliga-Saison gestartet. Beim Bezirksliga-Absteiger ASCK Simbach musste sich die Mannschaft von Trainer Andreas Kirschner am Freitagabend mit 2:4 geschlagen geben. Ausschlaggebend waren dabei weniger spielerische Defizite als vielmehr drei folgenschwere individuelle Fehler, die die Gastgeber konsequent bestraften.
Der Start in die Partie verlief denkbar ungünstig. Bereits in der 2. Minute geriet der FCVE nach einem Ballverlust im Spielaufbau früh in Rückstand. Davon ließ sich die Kirschner-Elf jedoch nicht beeindrucken, übernahm zunehmend die Kontrolle über das Spiel und setzte Simbach mit langen Ballbesitzphasen unter Druck. „Wir hatten uns gegen Simbach extrem viel vorgenommen, was wir dann auch über 90 Minuten abrufen konnten – einzig und allein drei krasse individuelle Fehler standen uns im Wege“, resümierte Andreas Kirschner nach der Partie.
Die Vilstallöwen bestimmten das Geschehen, erspielten sich immer wieder gute Angriffe und ließen Simbach kaum zur Entlastung kommen. „Es hatte phasenweise handballähnliche Zustände, weil sich Simbach über weite Strecken des Spiels kaum Entlastung verschaffen konnte“, beschrieb der FCVE-Coach die Überlegenheit seiner Mannschaft. Dennoch fehlte zunächst die Belohnung für den hohen Aufwand.
Stattdessen schlugen die Gastgeber kurz nach der Pause erneut zu. In der 61. Minute erhöhte Simbach auf 2:0. Der FCVE zeigte jedoch die richtige Reaktion und kämpfte sich zurück in die Begegnung. Der Anschlusstreffer durch Josua Rusch nach 74 Minuten brachte neue Hoffnung, ehe Simbach in der 82. Minute den alten Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellte.
Doch auch davon ließen sich die Vilstallöwen nicht entmutigen. Mit dem Treffer zum 3:2 durch Cedric Grube per Elfmeter kurz vor Schluss war die Partie nochmals offen und Velden-Eberspoint drängte auf den Ausgleich. In der Schlussphase warf der FCVE alles nach vorne, musste in der Nachspielzeit nach einem weiteren individuellen Fehler jedoch das entscheidende 4:2 hinnehmen.
„Krasse Abspielfehler im Spielaufbau machten Feil das Toreschießen dann leider zu einfach und am Ende steht man ohne Zählbares da – dies werden wir abstellen und künftig cleverer, klarer lösen“, ärgerte sich Kirschner über die entscheidenden Szenen.
Trotz der Niederlage überwog beim FCVE die Erkenntnis, einem der Topfavoriten der Liga über weite Strecken mindestens ebenbürtig gewesen zu sein. „Ich kann meiner Mannschaft kaum einen Vorwurf machen – gegen einen Bezirksliga-Absteiger solch einen dominanten und überlegenen Auftritt hinzulegen, ist nicht selbstverständlich. Diese Fehler wurden heute eiskalt bestraft und somit starten wir mit einem Tiefschlag in die Saison. Aber gegen Widerstände wissen wir anzukämpfen und wir werden daraus gestärkt hervorgehen und nächstes Wochenende im Derby den Frust und Ärger in positive Energie umwandeln, um die liegengelassenen Punkte dann einzufahren“, blickte der Trainer bereits nach vorne.
Eine erfreuliche Nachricht gab es trotz der Niederlage dennoch: David Föckersperger feierte nach seinem zweiten Kreuzbandriss sein Pflichtspiel-Comeback und absolvierte seine ersten Einsatzminuten. Ein wichtiger Schritt für den Offensivspieler – und ein positives Signal für die kommenden Wochen.