
In einer umkämpften Partie bei schlechten Lichtverhältnissen dominierten die Abwehrreihen beider Mannschaften. Ein 0:0 war war das logische Endergebnis. – Foto: Thomas Martner
In einem umkämpften, aber chancenarmen Derby trennten sich der TSV Vilsbiburg und der FC Velden-Eberspoint am vergangenen Freitagabend torlos mit 0:0. Während der FCVE damit in der Tabelle weiterhin auf der Stelle tritt, bereiten vor allem die großen Verletzungssorgen den Verantwortlichen Kopfzerbrechen.
Unter Flutlicht entwickelte sich am Freitagabend ein taktisch geprägtes Derby, in dem sich beide Mannschaften über weite Strecken neutralisierten. Sowohl Vilsbiburg als auch Velden-Eberspoint legten großen Wert auf defensive Stabilität und ließen kaum Torchancen zu. Die Gastgeber verstanden es dabei, mit vielen Fouls und harten Zweikämpfen den Spielfluss immer wieder zu unterbrechen. So blieb es nach 90 umkämpften Minuten beim insgesamt leistungsgerechten 0:0.
FCVE-Trainer Andreas Kirschner sah vor allem in der Defensivarbeit seiner Mannschaft einen Fortschritt: „Positiv für uns ist, dass wir defensiv wieder deutlich aggressiver und entschlossener zu Werke gingen und die Null am Ende stand.“ Mit dem Ergebnis war der Übungsleiter dennoch nur bedingt zufrieden: „Aber natürlich ein weiteres Remis, das uns auf der Stelle treten lässt und keine großen Sprünge ermöglicht.“
Tatsächlich kommt der FC Velden-Eberspoint in der Tabelle weiterhin nicht entscheidend vom Fleck. Zwar rangiert die Mannschaft von Kirschner nach dem erneuten Unentschieden noch knapp oberhalb der Abstiegszone, das Polster auf die gefährlichen Plätze bleibt jedoch dünn. Um nicht noch tiefer in den Abstiegskampf hineingezogen zu werden, benötigt der FCVE am kommenden Sonntag zum Abschluss vor der Winterpause unbedingt einen Dreier. Mit einem Erfolgserlebnis könnte man sich zumindest etwas Luft verschaffen und mit einem besseren Gefühl in die spielfreie Zeit verabschieden.
Deutlich schwerer als das erneute Unentschieden wiegen beim FCVE allerdings die anhaltenden Verletzungssorgen: Innerhalb von nur fünf Tagen musste der Verein gleich drei schwerwiegende Knieverletzungen verkraften. Nach den Ausfällen von Kapitän Hampe und Thalhammer erwischte es im Derby nun auch Finn Hoffmann, bei dem der Verdacht auf eine schwere Knieverletzung besteht. Eine MRT-Untersuchung soll Aufschluss über das genaue Ausmaß geben. „Wir hoffen natürlich auf eine milde Diagnose des MRT und wünschen Finn nur das Beste“, erklärte Kirschner.
Besonders bitter ist zudem die Diagnose bei Kapitän Hampe, der sich am vergangenen Wochenende sowohl das vordere Kreuzband als auch den Meniskus gerissen hat und damit langfristig ausfallen wird. Zumindest bei Thalhammer gibt es eine erste vorsichtige Entwarnung. Zwar wurde auch bei ihm ein Innenbandriss im Knie diagnostiziert, allerdings soll er voraussichtlich zum Auftakt der Vorbereitung wieder vollständig genesen sein.